Grenzen werden unscharf
Haraway stellt feste Grenzen zwischen Mensch und Tier, Organismus und Maschine sowie Natur und Kultur infrage.
Kunstwerk-Präsentation
Pierre Huyghes Umwelt verändert sich mit jedem Weg, den die Ameisen selbst wählen.
Werk entdecken
Die Ameisen bewegen sich frei an der Galeriewand, verschwinden in kleinen Löchern und bilden ihre eigenen Wege.
Das Werk sieht deshalb nie genau gleich aus. Es verändert sich, ohne dass der Künstler jede Bewegung kontrolliert.
Die Ameisen beachten die Besucher nicht. Sie sind keine Darstellung von Natur, sondern lebende Akteure im Ausstellungsraum.
„Zuerst dachte ich, dass die Ameise zufällig an der Wand war. Dann habe ich verstanden, dass sie selbst Teil des Kunstwerks ist.“
Beobachtung im Raum
Die kleinen Bewegungen an der Wand können leicht übersehen werden. Gerade dadurch verändert sich die Wahrnehmung des gesamten Ausstellungsraums.
Ein Manifest für Cyborgs
Haraway stellt feste Grenzen zwischen Mensch und Tier, Organismus und Maschine sowie Natur und Kultur infrage.
In Umwelt sind die Ameisen keine passiven Objekte. Sie bewegen sich selbstständig und gestalten das Werk mit.
Der Mensch schafft den Rahmen, kann das Verhalten der Lebewesen aber nicht vollständig bestimmen.
Zentrale Verbindung
„Die Grenze zwischen Mensch und Tier ist wissenschaftlich und kulturell nicht mehr eindeutig.“
Nach Donna Haraway, Ein Manifest für Cyborgs
Wer gestaltet hier eigentlich wen: der Künstler die Ameisen, die Ameisen das Kunstwerk oder das Kunstwerk unsere Wahrnehmung?
Umwelt zeigt, dass Kunst nicht abgeschlossen sein muss. Sie kann lebendig, unvorhersehbar und von mehreren Lebensformen zugleich geprägt sein.